26.04.2026 Kantatengottesdienst um 10h

Bach komponierte die Kantate "Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen" 1714 in seiner Weimarer Zeit am Hof von Herzog Ernst August für den dritten Sonntag nach Ostern, den Sonntag „Jubilate“. Kurz zuvor war Bach vom Herzog zum „Concertmeister“ ernannt worden – mit der Maßgabe, für den Gottesdienst „monatlich neüe Stücke auff[zu]führen“. Zugute kam Bach dabei, dass er zum ersten Mal im Leben über ein professionelles Orchester und ausgebildete Sänger verfügen konnte: Die Folge war eine Reihe von insgesamt 20 Kantaten von höchstem Niveau, die nicht nur damals seine Musiker vor Herausforderungen stellten, sondern auch heute immer noch begeistern, wie „Der Himmel lacht, die Erde jubilieret“, „Erschallet, ihr Lieder“ – oder unsere Kantate „Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen“, die zweite dieser Reihe. 
Wie sehr Bach selbst sie schätzte, mag man daran ermessen, dass er sie nicht nur 10 Jahre später in Leipzig erneut aufführte, sondern nochmals rd. 20 Jahre später die Passacglia des Eingangschores zum im Zentrum seiner h-Moll-Messe stehenden „Crucifixus“ umarbeitete.

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