St. Johannes

Herzlich willkommen in St. Johannes

Unsere Kirchengemeinde ist die viertälteste evangelisch-lutherische Gemeinde in München. Die Besonderheit der Kirche, die täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet ist, ist die Einbindung der Gemeinderäume in das Kirchengebäude. Glaswände trennen den Gemeinderaum, den Meditationsraum und den Festsaal vom Kirchenraum. Die Kirche ist geheizt.

Der Kirchenpatron

st-johannes-portalDie vier ersten evangelischen Gemeinden in München sind nach den vier Evangelisten benannt. St. Johannes am Preysingplatz als die jüngste heißt nach dem vierten Evangelisten. Sein Symbol ist der Adler, wie er auch über dem Eingangsportal unserer Kirche zu sehen ist.
Im Stadtteil Haidhausen sorgt der Kirchenname gelegentlich für Verwirrung. Die katholische Hauptkirche liegt am Johannisplatz und ist darum allgemein als Johanniskirche bekannt. Ihr eigentlicher Name aber lautet Sankt Johann Baptist, nach dem Täufer Johannes.
Die Christenheit setzt seit ihrer Frühzeit den Heiligen Evangelisten Johannes mit dem Jünger Johannes gleich, dem Sohn des Zebedäus und Bruder des Jakobus. Das liegt daran, dass das vierte Evangelium als Gewährsmann für die Wahrheit der Überlieferung den „Jünger, den Jesus lieb hatte“ nennt (21,8). Weil dasselbe Evangelium aber alle anderen wichtigen Jünger mit Namen aufführt, schließt man daraus, dass dieser Lieblingsjünger Johannes gewesen sei.
Der Legende nach hat Johannes sein Evangelium in Ephesus geschrieben. Hier lebte er, getreu dem Vermächtnis Jesu, mit Maria, der Mutter des Heilands, in einem Haus. In Ephesus zeigt man noch heute seine Grabstätte. Gedenktag ist der 27. Dezember.

Die Kirche

st-johannes-gasteigDort, wo heute die Johanneskirche steht, befand sich von 1889 bis 1914 die sogenannte Notkirche St. Johannes, ein durchaus stattlicher Bau, der der jungen Gemeinde rechts der Isar zunächst als Gotteshaus diente. Sie wurde nach Jahrhundertwende allerdings bald zu klein. So entschloss man sich zum Bau der heutigen Johanneskirche.
Als mit der Ermordung des Erzherzogs Franz Ferdinand der Erste Weltkrieg ausbrach, wurde in Haidhausen gerade der Grundstein für den Neubau gelegt. Zwei Jahre später, am 2. April 1916, wurde der Bau eingeweiht.
St. Johannes, als vierte der evangelischen Kirchen im Stadtbereich, entstand nach den Plänen des Münchner Architekten Albert Schmidt (1841-1913). Der neue Kirchenbau war sein letztes Bauprojekt in München und er sollte ihre Fertigstellung nicht mehr erleben. Zu den bekanntesten Münchner Bauten des Architekten zählen neben St. Lukas auch die frühere, in der Pogromnacht zerstörte Synagoge und mehrere Bankgebäude rund um den Lenbachplatz.
Zur Entstehungszeit von St. Johannes (1914 bis 1916) sollte die Stadt auch durch den Kirchenbau planerisch gestaltet werden. So hatten Raumvorstellungen nach Maßstäben christlicher Baukultur hin und wieder das Nachsehen. Ein markantes Beispiel dafür ist unsere Partnergemeinde St. Lukas (1893-96), ebenfalls von Albert Schmidt mit repräsentativem Anspruch an prominenter Stelle entworfen. Hier hatte der Magistrat das letzte Wort: Wie St. Johannes ist auch sie nicht geostet, das heißt, der Altar weist nicht in Richtung Sonnenaufgang. Für die christliche Baukultur hat das durchaus Bedeutung, denn die Ostung bezieht sich auf die Auferstehung Jesu.

st-johannes-kirche-innen-1-presseIn den 1920er Jahren drängten sich beim Gottesdienst oft weit mehr als 1000 Besucher zusammen. Zur Gemeinde gehörten damals auch die Stadtteile Bogenhausen, Berg am Laim und Giesing. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Johanneskirche durch Bombenangriffe schwer beschädigt und war danach jahrelang nicht mehr zu gebrauchen. Die Gemeinde versammelte sich im Gemeindehaus in der Wörthstraße. Der Wiederaufbau konnte erst 1952 vollendet werden.
Im Jahr 1983 kam es zu einer tiefgreifenden Umgestaltung des Kircheninneren. Der bis dahin kalte und dunkle Gottesdienstraum, der immer häufiger ungenutzt blieb, wurde zu einer Mehrzweckkirche umgestaltet, der Gottesdienstraum und Gemeindehaus unter einem Dach vereinte. Die Süddeutsche Zeitung urteilte: „St. Johannes wird Wohnkirche“. Eine mobile Bestuhlung, eine Fußbodenheizung, warme Farben und vier neue Nebenräume, die vom Hauptraum abgetrennt wurden, ermöglichten jetzt ein buntes, vielfältiges Gemeindeleben. Insbesondere der Meditationsraum wurde schnell angenommen.

Weitere Informationen zu unserer Kirche finden sie auch bei Wikipedia.

Die Gemeinde

Das Gemeindegebiet der Evangelischen Johanneskirche umfasst Haidhausen und die Au zwischen der Prinzregenten- und der Ohlmüllerstraße. Wenn Sie sicher sein wollen, ob Ihre Straße dazugehört, können Sie hier Ihre Postleitzahl und auf der Folgeseite Ihre Adresse eingeben. Sie können auch per Antrag in die Gemeinde aufgenommen werden.

st-johannes-altarZur St. Johannesgemeinde gehören derzeit rund 6500 Personen, Tendenz leicht steigend. Alle Altersgruppen sind einigermaßen gleichmäßig verteilt. Allerdings gibt es verhältnismäßig viele junge Menschen zwischen 25 und 35 Jahren und darum viele Zu- und Wegzüge. Junge Leute kommen als Studierende oder Berufsanfänger und wechseln bald darauf wieder den Wohnort.
Die St. Johanneskirche versteht sich als Gemeindekirche. Von der Krabbelgruppe bis zum Seniorenkreis finden alle Altersgruppen Heimat. Trotzdem nehmen wir auch die Lage am Rande der City ernst und stellen entsprechende Angebote bereit, z. B. eine offene Sprechstunde in der Kirche oder ein vielfältiges Kunst- und Kulturprogramm.